Im Rahmen der europäischen Kulturtage „Umbrüche – Aufbrüche: Gleiche Rechte für alle“ feierten wir am 3. Mai 2018 gemeinsam mit dem Lessing-Gymnasium das Jubiläum „125 Jahre erstes deutsches Mädchengymnasium“. Die offizielle Veranstaltung „Sophienstraße, Achse der Mädchenbildung“ begann am Ort der Gründung, dem Fichte-Gymnasium. In der historischen Turnhalle des Fichte-Gymnasiums ließen die Schulleiter der beiden Karlsruher Gymnasien, Frau Schatte und Herr Wehrmann, die Gäste an einem lebhaften Dialog zu Erinnerungen an längst vergessene Verbote und wachsende Rechte der Frauen im Verlauf der letzten 125 Jahre teilhaben. Im Rahmen der kurzweiligen Zeitreise ins 19. Jahrhundert durfte auch die erste Abiturrede einer Frau in Deutschland nicht fehlen, die im Jahre 1899 in eben jener Fichte-Turnhalle Geschichte schrieb. So erfüllte die Schülerin Anna Martiny (KI), in der Rolle von Rahel Goitein, noch einmal die historischen Mauern der Fichtehalle mit den bewegenden Worten der Frauenrechtlerin. Der offizielle Teil fand schließlich seine Krönung in der feierlichen Enthüllung einer Gedenktafel am Fichte-Gymnasium durch Kulturamtsleiterin, Frau Dr. Asche.
Das französische Staatsoberhaupt, Emmanuel Macron, in seiner Heimat oft mit dem höchsten römischen Gott verglichen, hielt am Dienstag, den 17. April eine Rede im Europaparlament, das wir, die 10 a und c an diesem Tag besuchten. Wir bekamen kurz einen Einblick in die Arbeit einer Abgeordneten und danach in die Geschichte des Parlaments. Anschließend gingen wir in den Plenarsaal, wo wir zufällig noch Emanuel Macron antrafen, da sich durch umfangreiche Sicherheitskontrollen der zeitliche Ablauf verschoben hatte. Seine Rede hatte er zwar schon gehalten, allerdings durften wir bei der Fragerunde zuhören. Ihm wurden zuerst alle Fragen gestellt, von Energie- und Flüchtlingspolitik über Syrien. Danach beantwortete er diese, wobei er ununterbrochen 30-Minuten sprach. Auch wenn der " spannende" Teil, die Rede, schon zu Ende war, so war dieses Treffen doch ein sehr interessantes und emotionales.
Nachdem wir das Europaparlament verlassen hatten, fuhren wir ins Zentrum von Straßburg und bekamen zwei Stunden zur freien Verfügung. Mit vielen unvergesslichen Eindrücken fuhren wir wieder zurück zum Fichte.
Pierre-André Wagner, 10a
